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Die Procain Lüge (Teil1/2) Drucken
Beigesteuert von Friedrich Schelberg   
Friday, 18 January 2008
Es ist wieder soweit: Die deutsche Arzneimittelkomission hat dem Bundesrat ein Gesetz vorgelegt, dass es den Heilpraktikern ab dem 1. April 2006 verbietet, die Neuraltherapie in seinem ganzen Umfang anzubieten zu dürfen.

Die konstruierte Verordnung gegen Heilpraktiker, Friedrich Schelberg
Die konstruierte Verordnung gegen Heilpraktiker oder "Der manipulierte Stich". Von Friedrich Schelberg (Autor).


* Taschenbuch: 148 Seiten
* Verlag: Bohmeier, J; Auflage: 1 (4. Februar 2008)
* Sprache: Deutsch
* ISBN-10: 389094521X
* ISBN-13: 978-3890945217


Was sich zuerst wie ein Aprilscherz anhört, wird spätestens nach der Begründung schaurige Realität. Das heißt für uns Therapeuten, wir dürfen nur noch die intracutane Injektion mit kleinen Stärken von 0,5 und 1% Prokain durchführen.

Für Sie als Patient bedeutet dies, dass Sie nicht mehr mit der vollen Therapie rechnen dürfen.
Natürlich gibt es weitere, gute, schnell wirksame Schmerztherapieen, aber die Akupunktur und die Neuraltherapie (Heilanästhesie) sind die absoluten Spitzenreiter.

An dieser Stelle möchte ich auf einige Internetseiten hinweisen, die sich mit der Geschichte der Neuraltherapie nach Huneke beschäftigt haben.

Aber auch mit diesem Link finden Sie eine kurzgefasste Beschreibung, die den schwierigen Lauf des Prokains in der Medizin aufweist.

Nun erst mal zu den formellen Dingen:
Der Name des Gesetzes „unserer Staatsdiener“ spricht schon für sich eine eigene Geschichte: Die Verordnung zur Änderung der Verordnung über verschreibungspflichtige Arzneimittel.....
Das soll heißen, man versucht von staatlicher Seite aus, den Heilpraktikern und ganzheitlich arbeitenden Ärzten das Leben zu erschweren, oder gar den Beruf... – nein, soweit wollen wir es nun doch nicht kommen lassen - Arzneimittelkommision auf www.ddh-online.de

Fest steht, dass diese ganzheitliche Methode (ähnlich wie die Homöopathie) nicht den wirtschaftlichen Gegebenheiten entspricht. Ja, Sie haben richtig gelesen. Ich schreibe nicht von wissenschaftlichen, medizinischen, sondern von wirtschaftlichen Gegebenheiten, denn naturheilkundliche Präparate sind preiswert in der Herstellung, im Vertrieb und im Verkauf.

Sie bedürften zwar neueren Studien, aber diese wären ja nicht zweckdienlich für die Pharmaindustrie, und darüber hinaus müsste sich die neuere Schulmedizin mit der Ganzheitlichkeit eines kranken Individuums beschäftigen, was seit Virchow nicht mehr „lege artis“, der medizinischen Kunst entsprechend ist.

Gottlob gibt es dennoch genügend Ärzte und Heilpraktiker, die den ganzheitlichen Charakter dieser wunderschönen Berufe beibehalten haben.

Aber wie kommt es überhaupt zu solchen Verordnungen?

Holen wir ein wenig aus:

Die Medizin hat sich im Laufe der letzten 100 Jahre sehr verändert. Der Einsatz von chemischen, nicht natürlichen Medikamenten sind um etliche 1000 Prozent gestiegen, die naturheilkundlichen in Folge der veränderten Philosophie rapide zurück gegangen.

>> Hinweis auf einen weiteren, später zu veröffentlichen Brief, welcher sich mit dem Thema der Arbeit unseres Gesundheitssystems beschäftigt.<<

Das anfängliche Hauptgebiet der Apotheker war das Sammeln und die Zubereitung von Pflanzen, Mineralien und anderen natürlichen Stoffen. Damit ließ sich allerdings nicht viel Geld verdienen – und so entwickelte sich eine neue Philosophie (des wirtschaftlichen Profits), in der die Analyse und die Verabreichung des vermeintlichen Hauptwirkstoffes zum Ziel wurde. Und so zerlegte man in den Chemielabors die Pflanzen in Einzelteile, wofür die Natur tausende von Jahren Evolution benötigt hatte.

Natürlich nur im Interesse des kranken Menschen.

Einige dieser Wissenschaftler haben Großes geleistet, um die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten. Die Entwicklung der Antibiotika, einige Schmerzmittel, wie z.B. das Aspirin (Acetylsalicylsäure aus der Weisenrinde), Betäubungsmittel (Morphium u.s.w.) und Impfstoffe.

Aber wie es nun mal mit allen Dingen ist, die anfänglich zum Wohle der Menschheit von Menschen produziert wurden, ab einem unbestimmten Zeitpunkt will er immer mehr Profit.
Die Gier nach Reichtum an materiellen Dingen lässt da merkwürdige Blüten treiben, ebenso die Machtgier.

Den Menschen wurden diese neuen Medikamente so offeriert, das sie angeblich nichts mehr dazu tun brauchten. Haben Sie Schmerzen, nehmen Sie das, haben Sie Rheuma, nehmen Sie dieses, gegen den Bluthochdruck nehmen sie jenes, u.s.w. – Ich möchte an einen der Hauptgrundsätze Hippokrates erinnern, der da heißt:

Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, der rechte Zeitpunkt ist knapp bemessen, der Versuch ist trügerisch, die Entscheidung ist schwierig.

Man muss darauf sehen, das man nicht nur in eigener Person das Erforderliche tut, sondern auch der Kranke und die Assistenten, und dass auch die äußeren Umstände dem entsprechen.

Wir bestehen nun mal aus Körper, Geist und Seele und leben in einem sozialen Gefüge mit unseren Mitmenschen, privat, wie beruflich – und wenn diese Ganzheitlichkeit Mängel aufweist, dann sollten die Gelehrten auch auf die Gesamtheit des Kranken schauen. So zumindest wurde es uns Heilpraktikern von unseren älteren Kollegen beigebracht.

Nachdem die damalige Ärzteschaft die Neuraltherapie mit den fast unglaubwürdigen Erfolgen durch den Erfinder dieser Heilmethode nicht anerkennen wollte oder konnte, gab es die Heilpraktikerzunft und einige wenige Ärzte der Schulmedizin, die diese Procaininjektionen weiterhin anboten.

Ich lobe die „Alten“, denn nur ihnen ist es zu verdanken, dass wir den Patienten die Schmerzen heute noch in kurzer Zeit reduzieren, oder gar gänzlich vertreiben können, ohne den Körper mit Chemie voll zu pumpen.

Huneke, der Entwickler, stellte sich sogar einem Gremium von Ärzten, um Ihnen zu demonstrieren, wie ungefährlich und einfach diese Methode zu handhaben ist. Es wurden einige Patienten von dem Ärztegremium(!) ausgesucht, um diese Heilweise zu testen. Der Erfolg Huneke´s lässt sich nur noch in alten Büchern nachlesen. Heute wird diese Studie lieber totgeschwiegen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden ist richtig durchgeführte Neuraltherapie, also das Injizieren von Prokain ungefährlich, da der Körper diese Arznei in einer halben Stunde natürlich abbaut.

Ich möchte damit nicht verschweigen, dass es eine Nebenwirkung geben kann: man nennt dies eine Kreuzreaktion, die unsinniger Weise von einigen Medizinern als Allergie propagiert wird. Sie tritt möglicherweise in einem Verhältnis von 1:3000 ein und ist genetisch bedingt, da das Prokain nur langsam abgebaut wird. Weiterhin bleibt ungeklärt, wer denn diese Statistik aufgestellt hat, ich konnte während meiner Recherche keine Studie ausfindig machen.
Alle weiteren Nebenwirkungen sind nur durch unsachgemäß durchgeführte Neuraltherapie entstanden – und diese scheinbar nur von Nicht-Heilpraktikern.

-> weiteres dazu im 2. Teil
Friedrich Schelberg, Heilpraktiker
Schartauer Allee 10
23559 Lübeck
Tel./Fax: 0451 – 22010
Letztes Update ( Thursday, 22 May 2014 )
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